Einen Bogen spannen mit "Leuchtenden Vorbildern"
1998 gewinnt der Frankfurter Künstler Vollrad Kutscher den Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung des Rüsselsheimer Rathaussaales. In seiner Arbeit "Einen Bogen spannen mit leuchtenden Vorbildern" setzt er sich mit der Topografie und den menschlichen Vorbildern der Stadt Rüsselsheim auseinander, allen voran Adam und Sophie Opel.
Idee und Intention Kutschers ist es, den Dialog mit dem Ort und seinen Menschen zu fördern und einen wiederkehrenden Diskussionsprozess über das Selbstbild der Stadt Rüsselsheim zu ermöglichen. In der Reflexion von beispielhaftem Handeln und Wirken bereits verstorbener Mitbürger soll die intensive Auseinandersetzung mit bedeutenden Biografien und der Geschichte Rüsselsheims gefördert werden.
In der so genannten "Galerie aus Licht" installiert Kutscher insgesamt 14 Glühbirnen mit den in Miniaturmalerei aufgebrachten Portraits der ausgewählten Vorbilder. In einer Negativ-Projektion wachen diese an der Rückwand des Ratssaales symbolisch über die Debatten der Parlamentarier.
Alle drei Jahre wird die Galerie mit einem weiteren Vorbild der Stadt Rüsselsheim ergänzt.