Luise Heßemer -2004
Luise Heßemer wurde durch das Votum der Jury aus Kulturpreisträgern der Stadt Rüsselsheim zum "Leuchtenden Vorbild" gewählt.
Luise Heßemer wurde 1811 als Tochter des damaligen Bürgermeisters Georg Heßemer geboren. In Zeiten der Industrialisierung genoss sie eine ausgezeichnete Ausbildung in der Krankenpflege und im Kinderunterricht an der Kaiserswerther Diakonissenanstalt.
Inspiriert von der dort ansässigen Kleinkinderschule des Pfarrers Theodor Fliedner beschloss sie, eine ebensolche Institution in Rüsselsheim zu gründen. Nach ihrer Rückkehr eröffnete 1842 sie mit der Befürwortung ihres Vaters eine „Kleinkinder-Bewahranstalt“ im Hause der Heßemers und wurde damit die Begründerin von Rüsselsheims erstem Kindergarten.
Die Nachfrage nach Plätzen war enorm und so ließ sie 1845 einen Kinderhort in der Frankfurter Straße errichten. Bis 1869 finanzierte sie die Einrichtung selbst und unterrichtete die Kinder mit „Singen, Spielen und Erzählen nach System“. Zu den Zöglingen des ersten Jahrgangs gehörte übrigens auch Adam Opel.
1869 starb Luise Heßemer infolge einer Herzschwäche in Rüsselsheim. Der lange Trauerzug zu ihrer Beerdigung zählt zu den emotionalsten Ereignissen in der Geschichte der Stadt Rüsselsheim.
Vorgeschlagen von:
Heinrich „Heino“ Müller, Rentner aus Rüsselsheim: „Vor 80 Jahren bin ich noch selber in den alten Kindergarten gegangen und habe die Geschichte von der Gründerin Luise gehört. 2002 war das 160. Jubiläum – da wollte ich der Luise Hessemer eine Freude machen und habe sie als „Leuchtendes Vorbild“ vorgeschlagen.“
Anni Müller, Rentnerin aus Rüsselsheim: „Auf der Tafel der alten Kinderschule steht, dass es die erste Kinderschule ist. Das ist doch etwas Besonderes für Rüsselsheim. Deshalb habe auch ich die Gründerin Luise Hessemer vorgeschlagen.“
Hans Roes, Rüsselsheim
Ilse David, Rüsselsheim
Gudrun Roth, Rüsselsheim
Gerhard Löffert, Trebur
Waltraud Quick, Rüsselsheim